Feuerbrand in Landkreis

Juli 25, 2008

Obstbaumgefährdende Bakterienkrankheit breitet sich rasch aus!

Die Infektion der Obstbäume mit den gefährlichen „Feuerbrandbakterien“ hat sich in Süddeutschland weiter ausgebreitet. Befallen sind, auch für den Leihen erkennbar, vor allem Apfel- und Birnbäume. Der Befall mit Feuerbrandbakterien ist meldepflichtig. BGBI.I 1985,S2551. Über die zuständigen Ämter (Landratsämter und AfLuF) gibt es auch Merkblätter.

Die im Internet veröffentlichten Daten des Amts für Landwirtschaft und Forsten über die Ausbreitung des Feuerbrands sind auf die gewerblichen Obstbauern abgestimmt. Dem Laien ist angeraten, die Hinweise zu hinterfragen und in jedem Verdachtsfall rasch zu handeln.

Die befallenen Baumregionen sind schnellstmöglich zurückzuschneiden. Die Krankheit breitet sich von den Zweigspitzen aus und lässt die Triebe vertrocknen. Ganz deutlich ist der „Krummstock“. Die Blätter an den Zweigenden sind wie ein Bischofsstab nach innen gebogen. Das gefährliche an dem Befall mit Feuerbrand (die Zweigenden sehen aus, als wären sie abgeflammt worden) ist die rasche Ausbreitung, die bis zum gänzlichen Absterben der Bäume führt. Im Allgäu sind die Schäden so gravierend, dass sich durch das Entfernen der großen Bäume bereits das Ortsbild verändert hat.

Das Obst der befallenen Bäume ist nach einhelliger Meinung nicht beeinträchtigt und kann verarbeitet werden. Es gibt für den Privatgartenbau kein schützendes Mittel. Spritzmittel, in der Regel Antibiotika, sind nur im Erwerbsgartenbau zugelassen und machen den Honig zu „Sondermüll“.

Für die privaten Gartenbesitzer bleibt nur der radikale Rückschnitt.

Die Empfehlung der meisten Gartenpfleger ist: „Befallene Zweige sind am Ast abzuschneiden, befallene Äste am Stamm. Stark befallene Bäume ( 10 Zweige und mehr ) sind ganz zu entfernen. Das Schnittgut ist in Folie zu verpacken, um eine weitere Verteilung der Krankheitserreger zu verhindern“. Starkholz kann trocken gelagert im Hausbrand entsorgt werden.

Auf den Kompostieranlagen im Landkreis wurden zum Teil geschlossene Container für die Entsorgung aufgestellt, in den Allgäuer Kommunen wurden Feuerplätze eingerichtet. Die infizierten Äste werden verbrannt. In Privatgärten sind offene Feuer verboten, Ausnahmen sind mit den Nachbarn, der Feuerwehr und den Kommunen abzustimmen.

Weitere Informationen gibt es im Internet und der Homepage des Gartenbauvereins » www.gbvwestheim.de und bei Hannes Grönninger unter » groenninger@aol.com.

» Protokollauszug, Ausschuss für Landwirtschaft und Forsten des bayerischen Landtags, 82. Sitzung, Mittwoch, 13. Februar 2008

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