TTIP & CETA: Verfassungswidrig, völkerrechtswidrig – weg damit!

Januar 28, 2015

TTIP & CETA: Verfassungswidrig, völkerrechtswidrig – weg damit!
20. Januar 2015 von Maritta Strasser

Private Schiedsgerichte, wie sie in TTIP und CETA vorgesehen sind, verstoßen gegen das Grundgesetz und kollidieren mit Prinzipien des Völkerrechts. Der frühere Verfassungsrichter Prof. Dr. Siegfried Broß bezeichnet es als “Verlust von staatlicher Souveränität und Selbstachtung”, wenn unsere Regierung sich solchen Gremien unterwirft. Ob das Bundesverfassungsgericht oder der Europäische Gerichtshof über diesen Verfassungsbruch überhaupt entscheiden können, bleibt allerdings ungewiss.

Schiedsgerichte in TTIP und CETA sind verfassungswidrig
In einem gestern veröffentlichten Gutachten untersucht Broß die in den Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Kanada (CETA) beziehungsweise den USA (TTIP) vorgesehenen privaten Schiedsgerichte. Diese Schiedsgerichte sollen über vermeintliche Vertragsverletzungen urteilen. Klagen können ausschließlich Unternehmen – wenn sie ihre Investitionen auf der jeweils anderen Seite des Atlantiks entwertet sehen, beispielsweise durch schärfere Umwelt- oder Sozialgesetze. Verklagt werden Staaten, oft auf Schadenersatz in mehrstelliger Millionen- oder sogar Milliardenhöhe. Als “Richter” fungieren Privatleute, meist Juristen aus großen internationalen Anwaltskanzleien. Die Verhandlungen werden, anders als Prozesse vor ordentlichen staatlichen Gerichten, bisher meist nicht öffentlich geführt. Eine Berufungsinstanz gibt es nicht.
Die Skepsis gegenüber solchen Privat-Gerichten ist verbreitet – und berechtigt, schreibt Prof. Dr. Siegfried Broß, ein pensionierter Richter und Honorarprofessor, der sowohl am Bundesgerichtshof als auch am Bundesverfassungsgericht Recht sprach: “Diese Abkommen sind nach dem derzeitigen Stand mit den Klauseln über den Investorschutz zugunsten ausländischer Unternehmen und die Einrichtung privater Schiedsgerichte verfassungswidrig.” Daran änderten auch die vielen grundsätzlich ähnlich gestrickten Freihandelsabkommen nichts, die verschiedene Bundesregierungen seit 1959 abgeschlossen haben: “Auch wenn Deutschland eine solche ,Tradition’ begründet hat, liegt hierin noch keine Rechtfertigung dafür, hieran unverbrüchlich festzuhalten”, betont Broß.
TTIP und CETA verletzen Grundgesetz und Völkerrecht
Nach Analyse des Rechtswissenschaftlers kollidieren die geplanten Regelungen an mehreren zentralen Punkten mit Grundgesetz und Völkerrecht:
– Wenn die Bundesrepublik CETA oder TTIP in der gegenwärtigen Form beitrete, verletzt dies das Demokratie- und Rechtsstaatsprinzip. Denn nach deutschem Verfassungsrecht sind allein ordentliche Gerichte die Instanzen, um über Klagen gegen Staaten zu entscheiden. Das schließt supranationale Gerichtshöfe, etwa im Rahmen der Vereinten Nationen oder EU, nicht aus, wohl aber private Schiedsgerichte.
– In die gleiche Richtung wie das deutsche Verfassungsrecht wirken die Grundregeln des Völkerrechts. Sie besagen: Privatpersonen und private Institutionen wie Unternehmen sind “nur mittelbar über den jeweiligen ,Heimatstaat’ am Völkerrechtsverkehr beteiligt oder betroffen”. Klagen von Unternehmen vor privaten Schiedsgerichten gegen Staaten passen nicht in dieses System.
– Weicht man davon ab, könnten “parlamentarische Mitwirkung und Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts” durch Urteile von dazu nicht legitimierten Einrichtungen unterlaufen werden. So wird “auf dem Weg einer zwischenstaatlichen Vereinbarung über den Freihandel materiell die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland in einem Staatsorganisationsprinzip geändert“. Und das ist nicht einmal mit verfassungsändernder Mehrheit des Bundestages möglich.
– Nicht akzeptabel sind schließlich Prozesse hinter verschlossenen Türen. Öffentliche Verhandlungen gehören zu den elementaren Qualitäten rechtsstaatlicher Gerichtsverfahren. Zumal das Argument, es müssten Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse geschützt werden, nicht überzeugt. Die nationalen Prozessordnungen im Patent-, Wettbewerbs- oder Gesellschaftsrecht haben dafür längst praktikable Regeln gefunden.
Im Verhältnis von EU, USA und Kanada, also Regionen mit funktionierenden Rechtssystemen, spricht ohnehin wenig für überstaatliche Schiedsgerichte. Will man trotzdem partout supranationale Strukturen schaffen, etwa um Standards für spätere Freihandelsabkommen mit anderen Ländern zu setzen, schlägt Broß hierfür allenfalls “Staatsschiedsgerichte” vor. Wenn “Vertreter der Vertragsstaaten mit Zustimmung der nationalen Parlamente” als Richter berufen würden, sei das verfassungskonform und biete noch einen Vorteil: Ein dermaßen demokratisch legitimiertes Staatsschiedsgericht habe die Kompetenz, später auftretende Lücken und Schwächen im Vertrag durch seine Urteile zu korrigieren.
Klagen gegen TTIP und CETA sind trotzdem schwierig
Trotz dieser klaren Rechtslage könnte es sehr schwierig werden, die Schiedsgerichte in TTIP und CETA juristisch zu Fall zu bringen. Es ist für individuelle Bürger/innen nur möglich, verfassungswidrige Gesetze zu rügen, wenn sie eine unmittelbare persönliche Betroffenheit nachweisen können. Die Konzernklagen werden aber nicht gegen sie, sondern gegen ihren Staat geführt. Bürger/innen sind nur mittelbar als Steuerzahler/innen betroffen oder weil die angegriffenen Gesetze auch ihre Angelegenheiten regeln. Daraus eine persönliche Betroffenheit herzuleiten, sehen viele Verfassungsjuristen als höchst schwierig an. Die Alternative ist eine abstrakte Normenkontrollklage. Diese braucht aber ein Viertel der Mitglieder des Bundestages – die Opposition im Bundestag bringt dafür nicht genügend Stimmen zusammen. Vor dem Europäischen Gerichtshof kann sogar nur ein Mitgliedsstaat oder eine Mehrheit des Europäischen Parlaments klagen.
Deshalb müssen wir die Schiedsgerichte in TTIP, CETA und in allen alten Handelsverträgen politisch besiegen. Klar ist nach diesem Gutachten, dass das System privater Schiedsgerichte nicht reformierbar ist. Es ist grundverkehrt und muss abgeschafft werden.
Schon mehr als 1.250.000 Menschen haben die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP & CETA unterzeichnet. Jetzt mitmachen und Protest verbreiten!


MdEP Markus Ferber (CSU) kippt Kreistagsresolution zu TTIP – zugunsten internationaler Konzerne

Januar 18, 2015

Liebe Freundinnen und Freunde

TTIP war wohl erst der Anfang – das neue Geheimabkommen TISA droht die Privatiserung unseres Trinkwassers voranzutreiben und die Weitergabe unserer Bankdaten an die USA zu erlauben! Doch gemeinsam können wir die Verhandlungen noch aufhalten!

Das Dienstleistungsabko mmen TISA wird hinter geschlossenen Türen verhandelt. Insider berichten, dass es die Privatisierung von Wasser und Strom voreinfachen und der Datenschutz regelrecht ausgehebeln würde. Durch undemokratische Schiedsgerichte könnten die Konzerne vermutlich sogar unsere Regierung wegen des Atomausstiegs verklagen. Wegen der massiven Proteste ist TTIP inzwischen ins Wanken geraten und die Verhandlungsführer tun alles, um eine ähnliche Protestwelle für TISA zu verhindern — doch mit einer riesigen Petition vor der nächsten Verhandlungsrunde können wir das jetzt gemeinsam ändern.

Noch ist TISA in der Öffentlichkeit nicht bekannt – lasst uns das jetzt ändern! Unterzeichnen Sie jetzt die Petition für einen Stopp der TiSA-Verhandlungen und bringen wir die Verhandlungen ans Licht!

https://secure.avaaz.org/de/stoppt_tisa/?tjwHpgb

Aus der Kreistagssitzung Augsburg Land / Bayern 12. Jan. 2015

Im Vorfeld hatte der Kreisausschuss bereits einen gemeinsamen Vorschlag erarbeitet und einstimmig verabschiedet der sich am Beschluss des Deutschen Städtetages orientiert hatte.
Schwerpunkt ist der Schutz und Fortbestand der kommunalen Daseinsvorsorge und der kommunalen Kultur- und Bildungspolitik.
„Kommunale Daseinsvorsorge, insbesondere nicht liberalisierte Bereiche wie die öffentliche Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Abfallwirtschaft und der Öffentliche Nahverkehr sowie soziale Dienstleistungen sind Tabuthemen und dürfen nicht in die Verhandlungen einfließen“.
Bemerkenswert war, dass auf Antrag von MdEP Markus Ferber CSU, die gesamte CSU Fraktion umgefallen ist, – und der Passus zu neuen Investitionsschutzvereinbarungen gestrichen wurde, wo doch genau darin der Schutz der EU-Staaten geregelt wird.
Herr Ferber reklamierte für sich, dass bereits viele Handelsabkommen unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit anderen Staaten vereinbart wurden ohne Widerstand der Bevölkerung.
Das soll dem Europaparlament und Markus Ferber nicht nocheinmal gelingen, – unsere Zukunft hinter verschlossenen Türen zu verhandeln.
Hannes


Wir sind Charlie – wir sind nicht Pegida

Januar 11, 2015

5-Minuten-Info: Wir sind Charlie – wir sind nicht Pegida Der Bürger-Appell „Wir sind Charlie – wir sind nicht Pegida!“ tritt ein für ein friedliches Zusammenleben aller Religionen und Menschen. Damit setzen wir ein Zeichen für Meinungs- und Pressefreiheit, für Toleranz und eine offene Gesellschaft. Wir wehren uns gegen die aktuelle Instrumentalisierung der Morde vom 7. Januar in der Redaktion der französischen Satirezeitung „Charlie Hebdo“ und fordern einen Stopp der andauernden Pegida-Demonstrationen. Unterzeichnen auch Sie den Appell!

http://bit.ly/Stopp-Pegida_facebook

Mord an Journalisten Zwölf Menschen wurden in Paris bei dem blutigen Überfall auf die Redaktion der Satirezeitung „Charlie Hebdo“ ermordet. Bereits im Jahr 2011 hatte ein Brandanschlag die Redaktionsräume verwüstet und die Journalisten erhielten wiederholt Morddrohungen. Die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ wurde durch ihre bissigen Karikaturen immer wieder zur Zielscheibe der Kritik – und zwar aus ganz unterschiedlichen Richtungen. Geradezu mit Strafanzeigen überzogen wurde sie wegen Karikaturen, die sich über den Papst, über Jesus oder die Kirche lustig machen. Viel Kritik erntete die Zeitung für ihre umstrittenen Mohammed-Karikaturen. Was Pegida gerne unterschlägt: „Charlie Hebdo“ hat neben Religionen mit Vorliebe auch rechte Populisten aufs Korn genommen. In einer Petition forderte die Zeitung sogar das Verbot der rechtsextremen Partei “Front National“, weil diese gegen Migrant/innen hetzt. Gläubige verurteilen die Tat Papst Franziskus nimmt laut des Vatikansprechers im Gebet Anteil am Leid der Verletzten und der Familien der Todesopfer. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) spricht von einem „abscheulichen Verbrechen“. Die Kirchenoberhäupter warnten ausdrücklich davor, jetzt Hass gegen Muslime zu schüren. In Frankreich sprach der französische Rat des muslimischen Glaubens im Namen der „Muslime Frankreichs“ von einem „barbarischen Akt gegen Demokratie und Pressefreiheit“. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland teilt mit: „Durch diese Tat wurde nicht unser Prophet gerächt, sondern unser Glaube wurde verraten und unsere muslimischen Prinzipien in den Dreck gezogen.“ In deutschen Moscheen soll am Freitag den Opfern gedacht werden. Rechte instrumentalisieren den Anschlag Der stellvertretende Vorsitzende der Partei Alternative für Deutschland (AfD) Alexander Gauland vereinahmte die Morde und sagte: „Vor diesem Hintergrund erhalten die Forderungen von Pegida besondere Aktualität und Gewicht.“ Dabei unterschlug er, dass die Ermordeten ihre Kritik gleichermaßen gegen religiöse wie xenophobe Intoleranz gerichtet haben. Auch die Pegida-Organisatoren nutzten den Anschlag, um auf Ihrer Facebook-Seite Ressentiments zu schüren. Die konservative CDU-Abgeordnete Erika Steinbach verhöhnte gar auf Twitter die Opfer, indem sie schrieb „Nur kath. Kirche kritisieren,sonst lebensgefährlich;-)“. Das Kulturbüro Sachsen e.V. verurteilt die Pegida-Demonstrationen als einen „rassistischen Resonanzraum“, geprägt von chauvinistischem Denken und autoritärem Demokratieverständnis. Sowohl Vertreter der katholischen als auch der evangelischen Kirche in Deutschland warnen vor Vorurteilen und Hass, der von den Initiatoren verbreitet wird. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, verurteilte Pegida für den Missbrauch des Etiketts „christlich“ für Fremdenfeindlichkeit. Anlässlich der Morde wiederholten viele Politiker und Kirchenoberhäupter ihre Warnung vor fremdenfeindlichen Parolen gegen Menschen aus unserer Mitte. Die Sorge ist berechtigt: In Frankreich wurden nach den Morden in Paris mehrere Anschläge auf Moscheen, Gebetsräume und Imbisse verübt. Auch in Deutschland gab es in den letzten Monaten Anschläge auf Asylbewerberheime bei Nürnberg. Eine Spirale aus Angst, Hass und Gewalt droht. Eine Welle der Solidarität gegen Hass und Gewalt Noch am Abend der Morde gingen in ganz Frankreich in zahlreichen Städten insgesamt 100.000 Menschen auf die Straße, um ihre Solidarität und ihr Mitgefühl zu bekunden. Auch vor der Französischen Botschaft in Berlin versammelten sich Menschen und forderten, der Botschaft des Hasses keine Chance zu geben. Mit dem Solgan „Je suis Charlie“ (Ich bin Charlie) machten Menschen auf der ganzen Welt deutlich, dass sie die Morde verurteilen. Die Redaktion von „Charlie Hebdo“ stellte diese Solidaritätsbekundung wenige Stunden nach dem Überfall in vielen Sprachen auf ihre Internetseite, darunter Arabisch, Russisch und Deutsch. Weltweit zeigen Menschen damit ihre Solidarität mit den Opfern und ihren Familien. Doch nun versuchen rechte Gruppen diese Botschaft der Solidarität für ihre Hetze zu vereinnahmen. Das lassen wir nicht zu! Sie können helfen, wenn Sie an den Gegendemonstrationen gegen Pegida teilnehmen, die in vielen Städten stattfinden. Erteilen sie der Hass-Botschaft von Pegida und dem Versuch der Vereinnahmung der Morde durch menschenfeindliche Bewegungen eine klare Absage! Warum sich Campact gegen Pegida positioniert Seit Wochen schüren in Dresden die Initiatoren von Pegida Ängste vor einer angeblichen „Islamisierung des Abendlandes“ – und ernten bundesweite Aufmerksamkeit. Wie absurd diese Behauptung ist, zeigen bereits wenige Zahlen: In Sachsen sind gerade einmal 0,4 Prozent der Einwohner/innen Muslime. Salafisten sind gar nur zu 0,02 Prozent vertreten, so der Verfassungsschutzbericht des Landes Sachsen. Als Bürgerbewegung, mit der sich bundesweit Menschen für progressive Politik engagieren, unterstützt Campact die Ziele des örtlichen Bündnisses „Dresden für alle“. Darum haben wir bereits im Dezember dessen Aufruf an die Campact-Aktiven aus Dresden und Umgebung weitergeleitet. Wir halten es für sehr wichtig, dass möglichst viele Menschen gemeinsam und friedlich zeigen, dass Dresden mehr ist als die Menschen, die sich zur Zeit hinter Pegida versammeln.


Kurzzeitspeicher Solarstrom Neusäß / By / D / 12.10.2014

Oktober 12, 2014

Kurzzeitspeicher Solarstrom Neusäß / By / D / 12.10.2014
– regionale Stromerzeugung –

Eines der Hauptprobleme der solaren Stromerzeugung ist die diskontinuierliche
Strommenge, die bedingt durch die Sonneneinstrahlung, Tageszeit und das Wetter, unregelmäßig produziert wird. Es gibt Tageszeiten in denen in Bayern die Stromerzeugung durch Photovoltaik fast den gesamten Strombedarf des Freistaates deckt,
– und systembedingt Zeiten, wie in der Nacht, wo keine einzige kWh Strom erzeugt wird.
Damit ist die Speicherung des Solarstromes eine der wichtigsten Herausforderungen um die Kontinuität und Berechenbarkeit der Stromversorgung zu verbessern.

Eine der Möglichkeiten möchte ich hier vorstellen und zur allgemeinen Diskussion und technischen Realisation anregen.

Lasst Fließ / Flusskraftwerke „rückwärts“ laufen !

Das Prinzip von Flusskraftwerken ist bekannt.
Das Prinzip von Wasserkraftwerksketten ist auch bekannt.

In der Zeit, bevor die Solaranlagen zu Mittagszeiten die größte Menge Strom erzeugten, wurde der Spitzenstromverbrauch, der in der Mittagszeit anfiel, durch die zeitlich abgestimmte Stromerzeugung (Schwellbetrieb) der Wasserkraftwerksketten sichergestellt.

Nun, im Photovoltaikzeitalter, wird genau in diesem Zeitfenster, sofern die Sonne scheint, genau dieser Spitzenstrom in den Solarkraftwerken erzeugt.
Damit ist für die Wasserkraftwerksketten eine diskontinuierliche Konkurrenz entstanden.

Der scheinbare Nachteil der Wasserkraftwerke ( hohe Investitionskosten im Verhältnis zu Solaranlagen uvm) wird zum Vorteil, wenn durch die zeitangepasste Steuerung der Flusskraftwerke dann Strom produziert wird, wenn in den Solarkraftwerken kein – oder wenig Strom erzeugt wird.

Eine Speicherung des im Überfluss vorhandenen Sonnenstroms lässt sich folgerichtig auch dadurch bewirken, dass Wasserkraftwerke und Wasserkraftwerksketten zu Solarstromspitzenzeiten keinen Schwellbetrieb fahren.
(… was eigentlich selbstverständlich sein müsste)

Die weitere Möglichkeit der Energiespeicherung wäre, dass die Wasserkraftwerke, insbesondere Wasserkraftwerksketten „rückwärts“ laufen.

Ich schlage vor, dass Pumpen aus den unterliegenden Staubecken, in Solarstrom-überfluss-zeiten, Wasser in die oben liegenden Becken pumpen.
Damit steht diese Solarstrom Energie zu anderen Zeiten zur Verfügung.

Das Prinzip ist vom Walchensee / Kochelsee Kraftwerk bekannt. Dort wird u.A. mit billigem Nachtstrom vom Kochelsee Wasser in den Walchensee hoch gepumpt.

Ich hoffe mit meinem Gedankengang einen kleinen Beitrag zum bedarfsorientierten Strommanagement geleistet zu haben.

Hannes Grönninger 12.10. 2014


Gabriel will den Strompresanstieg bremsen von 20.1.2014

Januar 21, 2014

Opposition und Presse sind gefordert !

Eigentlich ist es der Auftrag der Opposition und der freien Presse, pauschale Aussagen von Politikern, diesen „um die Ohren zu hauen“. Wenn der Wirtschafts- und Energieminister von Vergütungen für alternative, umweltschonende Energieerzeuger, von 17Cent spricht, muss er auch sagen, wer, welche Einspeisevergütung erhält.

Für meine neue Solarstromanlage auf dem Dach bekomme ich 13,68 Cent, für eine Beteiligung am Solarpark bekäme ich 2014  9,47 Cent, für die neue Windstromanlage in Langenreichen erhalten die Privatinvestoren 9,15 Cent, mussten aber die Stromanschlusskosten selbst bezahlen.  Wer also bekommt in 2014 eine Einspeisevergütung von mehr als 17 Cent für eine Kilowattstunde Strom?

Zeit zum „Hose runterlassen“ … dann würden auch Nichtinformierte wissen, dass die Windparks auf hoher See 19 Cent und mehr für den Strom bezahlt bekommen, selbst wenn sie noch nicht an der Stromleitung des Netzbetreibers angeschlossen sind,

und die Energie-Wirte für ihre Biogasanlagen eine ähnliche Einspeisevergütung und zu allem Überfluss, – uns die Landschaft vermaisen, dem Einsatz von GEN-Technik das Feld bereiten, – und dazu noch Agrar-Zuschüsse aus EU Mittel erhalten.

Es könnte aber auch „anderst“ gehen … Bild

Hannes

P.S. Es wird immer schwerer die Einspeisevergütungen im Internet zu finden.

 


Große Koalition aus CDU/CSU und SPD „beenden“ bereits vor der Regierungsbildung die Ausbauplanung der Windenergie in Bayern.

Dezember 28, 2013

oder:  Regionaler Planungsverband verhindert erfolgreich die Energiewende, bzw. die Windkraftnutzung in Planungsverband,

… so meine Sicht auf die vorgestrige, und die vorangegangenen Sitzungen des Planungsverbandes.

Regelrecht „ausgesessen“ haben die Mitglieder des regionalen Planungsverbandes, die Landräte, Bürgermeister und Vertreter der Parteien aus den Landkreisen Donau-Ries/Dillingen/Aichach-Friedberg/Augsburg-Land und aus der Stadt Augsburg, die Anträge von verschiedenen Investoren zur Errichtung von Windstromanlagen.

Seit Jahren fordern wir GRÜNEN und wohlgesinnte MitstreiterInnen aus anderen Parteien und Organisationen, dass der regionale Planungsverband seine selbstgemachten Einschränkungen zur Windkraftnutzung auflöst, – und statt dessen den Kommunen bei der Ausweisung von Windkraft Standorten, freie Hand lässt.
Seit Jahren beschäftigt sich der Planungsverband mit der Neufassung und mit „tausend“ Detailplanungen und kommt nicht zum Ergebnis.
Seit Vorgestern, Donnerstag 5.11.2013 ist nun dieser neue Regionalplan auf Eis gelegt und die Träume der GRÜNEN, auf eine umweltverträgliche Energiegewinnung, und die der Kommunen, auf reichliche Windkraft-Gewerbesteuer, ausgeträumt.

Mit dem Hinweis auf die Koalitionsverhandlungen, in der die CSU erfolgreich die Einführung einer Länderöffnungsklausel für Abstandsflächen zu Windkraftanlagen durchgesetzt hat,
hat der Regionale Planungsverband die Windstandort Auswahl auf Eis gelegt.
Diese Öffnungsklausel, wonach künftig die Länder eigene Mindestabstände zur Wohnbebauung festlegen können, will Bayern so schnell wie möglich nutzen, um eine „ausgewogene Regelung“ zu finden. Diese soll sowohl den Bedenken der Bürger Rechnung tragen als auch eine Umsetzung der Energiewende ermöglichen.


Aus GRÜNER Sicht, die auch vom Vertreter der Regierung von Schwaben Herrn Münter in einer Grafik veranschaulicht wurde, bedeutet das, dass es mit der Einführung der 10xh Regelung, im Landkreis Augsburg keine weiteren Windkraftwerke mehr geben wird.

Bild

Energiewende …. Ausgeträumt         es grüßt euch, relativ enttäuscht, Hannes G.


Die ersten Christbäume aus Vogelsang.

Dezember 7, 2013

In diesem Jahr stehen die ersten Christbäume aus Vogelsang bei meinen Bekannten, Freunden und Familienmitglieder in den Wohnzimmern. Nach 6 Jahren Standzeit haben zwei Dutzend Nordmanntannen bereits die Höhen erreicht, die sie für einen stolzen Weihnachtsbaum brauchen. Mit Glühwein und Lebkuchen gestärkt durften die ersten Käufer ihre Bäume selber umsägen und verpacken. Im kommenden Jahr werden mindestens doppelt so viele Tannen die richtige Größe fürs Wohnzimmer haben,wenn Erster Christbaumdas Wetter entsprechend „mitspielt“. 

Unter der fachkundigen Anleitung von Opa Hannes Grönninger wird der Weihnachtsbaum „geerntet“ – bzw. ungesägt, verpacht und mit nach Hause genommen.

Frohe Weihnachten 2013