Mein Wunsch zum neuen Jahr.
Am Sonntag war Neujahrsempfang der Augsburger GRÜNEN mit Claudia Roth.
Sie sprach vom Erfolg der GRÜNEN, von der Glaubwürdigkeit der Grünen und von den Herausforderungen des neuen Jahres.
Vom Zukunftskongress in diesem Jahr und dessen Schwerpunktthemen …
und mir zu wenig von Krieg und dem „verloren gegangenen Frieden“.
Deutschland ist seit 9 Jahren in Afghanistan an einem “Krieg“ beteiligt, der sich so nicht nennen darf.
Die deutschen Soldaten sind länger im Auslandseinsatz als der 2te Weltkrieg gedauert hat,
und in der Bundeswehr zeigt sich von Tag zu Tag mehr, wie unter den „kriegsähnlichen“ Bedingungen, Grundrechte missachtet, Menschenrechte verletzt werden, die Brutalisierung im Umgang untereinander und gegenüber 3 ten zunimmt. ( z.B. Pressemeldungen der vergangenen Tage)
Auch die Gesellschaft verändert sich unter der lang anhaltenden „kriegsähnlichen Zuständen“ !
Gewalt gegen Zivilisten und Erschießungen von „Gegnern“ werden durch …“dort ist doch Krieg“ entschuldigt,
Lebensversicherungen lehnen angeblich den Versicherungsschutz für Soldaten in Afghanistan mit der Begründung ab, es herrschen dort „kriegsähnliche Zustände“.
Die Rechtsprechung verändert sich, Oberst Klein wird wegen 132 Toten nicht zur Rechenschaft gezogen, nicht namentlich benannte deutsche Befehlshaber ordnen die Bombardierung von „Terroristen“ an, den gezielten Abschuss von „Aufständischen“ und KSK Einheiten agieren ohne Rechenschaft dem deutschen Volk oder Ihren Vertretern ablegen zu müssen.
Den Feind töten ist „Kriegsziel“ … unbemannte Drohnen führen die Untaten aus, während gleichzeitig ehemalige SS Mitglieder, 65 Jahre nach dem Ende des 2.Weltkrieges, 92 jährig, Gefängnisstrafen antreten sollen.
Wie hat sich doch Kriegsführung und Kriegsziel, Menschenrechte und Kriegsrecht, von der Haager Landkriegsordnung fortentwickelt … / entfernt.
Deshalb mein Wunsch zum neuen Jahr:
Ich bitte euch, meine Freunde / Freundinnen, die Kriegsgegner in unseren Reihen, die Verlängerung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan abzulehnen,
schon allein deswegen, damit endlich Luft und Raum geschaffen wird, um die Diskussion anzuregen und die geistigen Freiheit zu schaffen, endlich die Abschaffung der Bundeswehr zu fordern.
Denn so lange es deutsche Soldaten gibt, wird es weltweit immer wieder kriegsähnliche Zustände geben, die ein Eingreifen/Mitmachen/Mittöten erfordern.
Soldaten sind Mörder … vom wem stammt dieser Satz?
Hannes Grönninger
